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Dr. Hans-Jürgen Hartmann
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  Angststörungen  
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Angststörungen treten bei ca. 15% aller Jugendlichen und Erwachsenen auf. Unbehandelt kann eine Angststörung zu Folgeerkrankungen wie Medikamenten- oder Alkoholabhängigkeit oder zu einer depressiven Erkrankung führen.

Die am häufigsten vorkommenden Angststörungen sind:

  • die Panikstörung

  • die Agoraphobie (Platzangst)

  • die soziale Phobie

  • die spezifische Phobie

  • die generalisierte Angststörung

Bei der Panikstörung treten plötzlich und unerwartet Anfälle von intensiv erlebter Angst auf. Für die Anfälle zeigt sich auf den ersten Blick kein erkennbarer Auslöser. Die Anfälle sind häufig durch begleitende körperliche Symptome gekennzeichnet wie Herzrasen, Brustschmerzen, Luftnot und Schwindel. Oftmals haben die Betroffenen dabei auch Befürchtungen, an einem Herzanfall zu sterben, ohnmächtig zu werden oder die Kontrolle zu verlieren. In der Angst, einen weiteren Angstanfall zu bekommen, entwickeln die Betroffenen oft sehr schnell eine Erwartungsangst. Sie vermeiden dann alle möglichen Situationen, die sie als risikoreich einschätzen, einen erneuten Anfall zu bekommen, wie z.B. Bus- oder Autofahren, einkaufen, alleine aus dem Haus gehen usw. Die oft vom Arzt verordneten Beruhigungsmedikamente bringen nur zeitweise eine Erleichterung, das Problem bleibt als solches nicht nur bestehen, sondern erhöht sich stark durch die Gefahr einer Chronifizierung und Medikamentenabhängigkeit.

Die Agoraphobie (Platzangst) tritt häufig in Kombination mit der Panikstörung auf. Das Hauptmerkmal dieser Störung ist die Angst vor Situationen, in denen eine Flucht nur schwer möglich oder keine Hilfe verfügbar wäre. Typische Situationen sind Menschenmengen, Plätze, öffentliche Verkehrsmittel, Auto, Kaufhäuser, Schlangestehen usw. Viele Betroffene können nach einigen Jahren gar nicht mehr das Haus verlassen. Die Agoraphobie tritt bei Frauen doppelt so häufig auf wie bei Männern.

Die soziale Phobie beginnt oft in der Jugend und zeigt sich in unangemessen starken Ängsten vor sozialen Situationen wie sich in Gegenwart anderer zu äußern, vor anderen zu reden oder zu essen oder in anderer Weise im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu stellen. Erste Anzeichen dieser Störung zeigen sich oft als ausgeprägte Schüchternheit und Zurückhaltung.

Bei der spezifischen Phobie, die sich in der Regel in der frühen Jugend schleichend entwickelt, handelt es sich um starke und unangemessene Angstreaktionen auf ganz spezifische Situationen wie zum Beispiel die Nähe bestimmter Tiere (Spinnen, Schlangen usw.), geschlossene Räume, Verzehr bestimmter Speisen, Zahnarztbesuche, Anblick von Blut und Verletzungen oder die Angst, bestimmten Krankheiten ausgesetzt zu sein. Selten zeigt sich bei der Störung eine ausgeprägte Panikreaktion. Im Vordergrund steht in der Regel die Vermeidung der Situationen.

Die generalisierte Angststörung ist durch übertriebene unrealistische und andauernde Besorgnisse, Ängste und Befürchtungen in Bezug auf vielfältige Aspekte des Lebens charakterisiert wie z.B. ein Familienmitglied könnte erkranken oder verunglücken oder eine große Anzahl anderer Sorgen und Vorahnungen. In diesem Zusammenhang treten verschiedene Symptome wie ängstliche Anspannung, körperliche Unruhe, die Unfähigkeit zu entspannen, Schlafstörungen, Schwindel, Magenbeschwerden, Hitzewallungen, Ein- und Durchschlafstörungen sowie Reizbarkeit auftreten. Die Störung findet man häufiger bei Frauen und steht oft in Zusammenhang mit langandauernden Belastungen durch äußere Umstände.

Neben diesen 5 Gruppen von Angststörungen gibt es noch die posttraumatische   Belastungsreaktion und die Anpassungsstörung. Bei der posttraumatischen Belastungsreaktion handelt es sich um die Angst, die nach einem schrecklichen Erlebnis (Trauma) über Monate und Jahre zurückbleibt (z.B. nach körperlicher Gewalt, Naturkatastrophen). Situationen, die mit dem Trauma zusammenhängen, werden vermieden. Neben einer übertriebenen Schreckneigung zeigen sich Symptome wie Ein- und Durchschlafstörungen, Reizbarkeit und Konzentrationsstörungen.

Die Anpassungsstörung ist oft eine milde Form der Angststörung und ist nur von kürzerer Dauer. Hierbei stehen Ängste im Vordergrund, die mit einer überstarken emotionalen Reaktion auf veränderte Lebensumstände zu tun haben (Umzug, Krankheit usw.).

Ängste können aber auch bei bestimmten körperlichen Erkrankungen wie z.B. einer Herzerkrankung oder bei Schilddrüsenerkrankungen vorkommen. Auch können bei schweren Depressionen oder sogenannten Psychosen einzelne Angstsymptome auftreten. Letztgenannte Erkrankungen erfordern auf jeden Fall eine ärztliche Abklärung.

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