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  Zu wenig Hilfe für psychisch Kranke  
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 Zu wenig Hilfe für psychisch Kranke

Langes Warten auf Therapien

von Wolfgang Kramer und Dana Nowak

Psychisch erkrankte Menschen warten in der Regel drei Monate, bis sie ein erstes Gespräch mit einem Therapeuten führen können. Weitere drei Monate dauert es, bis sie behandelt werden. Das ist für viele Betroffene zusätzliches Leid, verschlimmert ihre Krankheit. Krankenkassen haben in eigenen Untersuchungen dramatische Steigerungen von burn-out, Depressionen und anderen psychischen Erkrankungen festgestellt.

Seit 2002 sind nach einer aktuellen Studie des Rheinisch Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI) bei keiner anderen Krankheit die Behandlungskosten so sehr gestiegen wie bei psychischen Erkrankungen. Allein bei Depressionen beliefen sich die Kosten 2008 schon auf 5,2 Milliarden Euro. Durch Arbeitsausfall und Frühverrentung erhöhten sich diese Kosten noch einmal auf mehr als 20 Milliarden Euro.

"Das können wir uns nicht leisten" – Interview mit dem RWI-Gesundheitsexperten Boris Augurzky

Während die Betroffenen verzweifelt um Behandlungstermine bitten, wiegeln Krankenkassen und Kassenärztliche Vereinigung ab: Statistisch gebe es nicht nur genug Therapeuten. Viele Städte und Regionen hätten sogar zu viele Praxen. "Das ist schlichtweg unsinnig", sagt der Präsident der Bundespsychotherapeuten-Kammer, Prof. Rainer Richter, im Interview mit Frontal21.

"Jeder Tag mehr ist ein Tag zu viel" – Interview mit Prof. Rainer Richter

Patienten müssten im Schnitt sechs Monate auf eine Therapie warten. Das sei unzumutbar, denn je länger man warte, desto schwieriger sei es, diese Krankheiten zu behandeln. Die Bedarfszahlen würden sich auf 1999 beziehen, und schon damals, so Richter, habe eine erhebliche Unterversorgung bestanden.

Leben mit der Angst

"Es gibt zu wenige von uns", sagt auch der Düsseldorfer Psychotherapeut Andreas Sojan. Täglich müssten er und seine Kollegen Patienten abweisen, die Hilfe suchen. Dabei sei die Stadt angeblich mit Psychotherapeuten überversorgt.

"Es gibt zu wenige von uns" – Interview mit Andreas Sojan, Psychotherapeut

Frontal21 hat Patienten aufgesucht, die von ihren schlimmen Erfahrungen berichten und erleben mussten, dass sie im Gefeilsche um die Kostenverteilung im Gesundheitswesen vernachlässigt werden. Sie leben mit der Angst, irgendwann in eine Klinik eingewiesen, aus der Gesellschaft ausgestoßen zu werden, nur weil sie keinen Therapeuten aufsuchen konnten.

ZDF 2011

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  2011-08-05 - Zu wenig Hilfe für psychisch Kranke  
 

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